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Der Jahrgang 2002 im Château Carignan
Eine späte und fast zwei Wochen dauernde Blütezeit kündigte eine späte Weinlese an. Außerdem ließ eine ungenügende und unregelmäßige Befruchtung frühreife Rebsorten wie Merlot durchrieseln und führte zu Kleinbeerigkeit. Ein stark gestörter und feuchter Sommer mit starken Wärmeschwankungen führte zu einem Wärmemangel und bei manchen Rebstöcken zu einem Beginn von Botrytisbefall. Ende August ließ sich die Weinlese schlecht an. Im September brachte ein starkes Hochdruckgebiet trockenes, windiges und warmes Wetter, das ein langsames, vollständiges Reifen der Trauben ermöglichte. Der September rettete den Jahrgang 2002. Das schöne Wetter hielt während der ersten Oktoberhälfte an und ließ eine ideale Weinlese bei voller Reife zu, selbst für spätreife Sorten wie Cabernet Sauvignon. In Carignan blieben wir vom Botrytisbefall verschont, doch mussten wir besonders streng sortieren, sowohl in den Weinbergen wie auch bei der Ankunft im Keller. Für die manuelle wie die mechanische Weinlese haben wir jeweils einen vibrierenden Sortiertisch angeschafft, um kleinbeerige Trauben auszusortieren. Dank dieser vollständigen Sortierung vor und nach dem Entrappen, die bei uns in Carignan immer praktiziert wird, konnten wir gesunde, reife Trauben zur Weinbereitung geben. Wenn wir auch auf die Qualität des 2002er Jahrgangs stolz sind, sind wir mit nur 31 Hektoliter pro Hektar doch weit hinter den üblichen Erträgen (45 bis 50 hl/ha) zurückgeblieben.
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